Dieser Beitrag ist Teil des Themenclusters Flechttechniken. Fachbegriffe und Grundlagen sind intern verlinkt, damit du Details bei Bedarf direkt vertiefen kannst.

Der Rand beginnt schon vor der letzten Flechtrunde

Für einen sauberen Abschluss müssen die Staken lang genug sein. Wer erst am Ende merkt, dass einzelne Enden zu kurz sind, kann die gewünschte Folge nicht mehr gleichmäßig durchführen. Deshalb wird die benötigte Randreserve bereits bei der Materialplanung berücksichtigt.

Vor dem Rand werden Höhe und Abstand der Staken kontrolliert. Stark unterschiedliche Höhen oder schief stehende Staken sollten nicht einfach in den Abschluss gezwungen werden, weil der Rand sonst selbst ungleichmäßig wird.

Biegsamkeit gezielt herstellen

Die oberen Stakebereiche werden so angefeuchtet, dass sie sich biegen lassen, ohne zu brechen. Es ist nicht immer nötig, den gesamten Korb erneut zu wässern. Ein feuchtes Tuch oder gezieltes Benetzen der letzten Zentimeter kann kontrollierter sein.

Beim Biegen wird der Radius nicht mit einem einzigen harten Knick erzeugt. Peddigrohr folgt einer sanften Bewegung besser. Besonders kräftige Staken benötigen mehr Geduld und einen größeren Biegeradius.

Eine Folge wählen und konsequent durchziehen

Ein einfacher Rand kann zum Beispiel daraus bestehen, jede Stake nach einer festen Regel hinter oder vor die nächsten Staken zu legen. Die genaue Variante ist weniger wichtig als die konsequente Wiederholung. Sobald eine Stake anders geführt wird, entsteht eine sichtbare Unterbrechung.

Für Anfänger ist es hilfreich, die erste Stake zu markieren. So ist klar, wann die Runde vollständig geschlossen ist und wie die letzten Enden in die Anfangszone integriert werden müssen.

Abschneiden erst nach Kontrolle

Überstehende Enden werden nicht sofort maximal kurz geschnitten. Zuerst wird geprüft, ob die Folge überall richtig liegt, der Rand gleichmäßig hoch ist und kein Ende unter Spannung wieder herausrutscht. Erst dann werden die Enden sauber gekürzt.

Ein fertiger Rand sollte sich mit der Hand rundherum ähnlich anfühlen. Harte Vorsprünge, scharfe Enden oder sehr lockere Stellen sind Hinweise, dass nachgearbeitet werden sollte.

Praxis-Check

  • Randreserve bereits beim Zuschnitt der Staken einplanen.
  • Vor dem Abschluss Stakeabstand und Korbhöhe kontrollieren.
  • Nur den benötigten Bereich ausreichend biegsam machen.
  • Erste Stake markieren und Folge konsequent wiederholen.
  • Enden erst nach vollständiger Kontrolle final kürzen.

Sinnvolle Vertiefungen